CAF Afrika Cup

Vorschau: Gruppe C

Das beherrschende Thema in der Gruppe C ist sicher das nordafrikanische Duell zwischen Marokko und Tunesien. Doch auch der Co-Gastgeber Gabun macht sich berechtigte Hoffnungen auf den Sprung ins Viertelfinale.

Gabun mit Trainer Gernot Rohr möchte seinen Heimvorteil nutzen und strebt den Sprung ins Viertelfinale an. Im Kader des Gastgebers sind auch vier junge Spieler, die gerade erst überraschend die U-23-Meisterschaft gewinnen konnten und sich damit für die olympischen Spiele qualifiziert haben. Ob diese Spieler allerdings den kurzfristigen Erfolg bringen bleibt fraglich. Das wird es auf international erfahrene Spieler wie Pierre-Emerick Aubameyang und Daniel Cousin ankommen. Der Sprung ins Viertelfinale ist durchaus möglich. Das Auftaktspiel gegen den Niger ist extrem wichtig und ein Sieg Pflicht, wenn die Ziele erreicht werden sollen. Innerhalb kürzester Zeit waren die Spiele der Panther ausverkauft, somit ist die Unterstützung der eigenen Fans sicher.

Tunesien, die zuletzt 2004 den Cup vor heimischer Kulisse holen konnten, scheiterte 2010 bereits in der Vorrunde, als man mit drei Unentschieden Tabellenletzer wurde. Das soll sich in diesem Jahr nicht wiederholen. Allerdings wartet in der Gruppe C mit Marokko und Gabun starke Konkurrenz. Mit großer Spannung wird das erste Gruppenspiel zwischen Marokko und Tunesien erwartet. Dabei muss Trainer Sami Trabelsi auf Tunesiens Topstürmer Issam Jemaa verzichten. Jemaa ist noch verletzt und wird voraussichtlich in den Gruppenspielen fehlen. Er hofft auf Einsätze in der KO-Phase, doch ob Tunesien diese erreicht bleibt fraglich. In der Qualifikation schafften die Adler von Karthago erst im letzten Spiel den Sprung zum Finalturnier als Zweiter hinter Botswana. In den beiden letzten Testspielen gab es einen 3-0-Sieg gegen den Sudan und auf der anderen Seite eine 0-2 Niederlage gegen die Elfenbeinküste. So ist auch das Leistungsvermögen des Teams einzuschätzen, irgendwo zwischen der Elfenbeinküste und dem Sudan.

Marokko wartet sogar schon seit 1976 auf den Kontinentaltitel. Besonders schmerzlich ist die Erinnerung an die Finalniederlage 2004 gegen den Gruppengegner Tunesien. Trainerfuchs Eric Gerets kann bei Atlas-Löwen auf seine starke Offensivabteilung mit Youssef Hadji, Marouane Chamakh und Adel Taarabt setzen. In der Qualifikation setzte sich Marokko nach anfänglichen Schwierigkeiten am Ende souverän durch. In der Vorbereitung gab es einen 3-1 Sieg gegen Grasshopper Zürich, bei dem Hadji mit einem Hattrick in der Schlussphase traf.

Unbekannt ist im Großen und Ganzen der Außenseiter Niger. In der Qualifikation setzte sich der Niger überraschend gegen Titelverteidiger Ägypten und Südafrika durch, wobei die geholten 9 Punkte aus drei Heimsiegen resultierten. In der Fremde tat man sich schwer, was auch bei der ersten Teilnahme am Afrika Cup in Gabun nicht von Vorteil sein sollte. Aufgrund der Stärke der anderen drei Teams wäre jeder Punktgewinn für den Niger eine Überraschung, aber das haben sich Ägypten und Südafrika vielleicht vor der Qualifikation auch gedacht.

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