CAF Afrika Cup

Marokko ist der Favorit bei den Fans

Bei unserer Umfrage ist Marokko der Favorit auf den Titel beim Afrika Cup 2012, doch die meisten Experten setzen auf die Elfenbeinküste. Doch auch Ghana und Senegal werden Chancen auf den Titel eingeräumt.

Bei der Umfrage auf unsere Facebook-Seite wählten über 43 % der Fans Marokko zum Titelanwärter Nummer 1, gefolgt von Ghana (24 %), Tunesien (14 %) und der Elfenbeinküste (7 %). Natürlich ist die Umfrage nicht repräsentativ, dennoch zeigt es, wie groß die Zuversicht bei vielen Marokkanischen Fans ist, endlich wieder den Titel nach 1976 zu holen.

Bei den Wettanbieter sieht die Sachen allerdings anders aus. Dort ist die Elfenbeinküste klarer Favorit auf den Titel. Beim Wettanbieter William Hill bekommt man für einen Euro Einsatz nur 2,50 Euro zurück, hingegen bekommt man für einen Turniersieg von Tunesien oder Marokko 10 Euro.

Neben den Fans haben wir auch ein paar Experten nach ihrer Einschätzung gefragt:

Carli Underberg (Redaktion SPORTBILD) setzt auf die Elfenbeinküste: „Die Karriere von Didier Drogba darf nicht ohne großen Internationalen Titel zu Ende gehen. Diesmal präsentieren sich die Ivorer nicht nur als saustarke Individualisten sondern auch endlich mal als geschlossenes Team.“

Collin Benjamin (namib. Nationalspieler und Profi bei 1860 München): „Ich glaube klar, dass die Elfenbeinküste den Titel gewinnen wird. Es ist das erfahrenste Team und die individuelle Spieler im Team sind teilweise Weltklasse! Drogba, Yaya, Gervinho, Doumbia und Keita können ein Spiel alleine entscheiden. Ansonsten hat auch Ghana Chancen auf den Titel.“

David Gohla (kult-kicker.de): „Mein Favorit für den Sieg beim CAN 2012 ist Senegal. Wie bei den vergangenen Turnieren ist auch 2012 die Offensive der entscheidende Faktor für den Erfolg einer Nation. Und in diesem Punkt sind die Löwen von Teranga mit Demba Ba, Moussa Sow und Papiss Demba Cissé ganz klar das Nonplusultra. Sie werden für die entscheidenden Tore sorgen, kommender Superstar wird allerdings Dame N’Doye sein. Die Gruppe A halte ich für die schwächste Turniergruppe, so dass eine Qualifikation für das Viertelfinale für Senegal reine Formsache wird. Mit einem Gruppensieg kann man dem Topfavoriten Elfenbeinküste im Viertelfinale aus dem Weg gehen und damit erst im Finale auf die Elefanten treffen, falls diese nicht einmal mehr vorher ins straucheln geraten sollten.“

Daniel Raecke (Redaktion sportal.de): „Der vielleicht unspektakulärste Afrika-Cup seit langem verspricht auf den ersten Blick nicht viel. Von den letzten neun Siegern des Turniers ist nur Tunesien überhaupt qualifiziert, Nigeria, Kamerun und Ägypten fehlen ebenso wie Südafrika, das in grotesker Weise an der Qualifikation scheiterte, weil die Verantwortlichen den Modus nicht richtig verstanden hatten und auf ein Unentschieden spielten, wo ein Sieg erforderlich gewesen wäre. Zudem sind die Gastgeber Äquatorialguinea und Gabun nicht gerade traditionelle Fußballgroßmächte des Kontinents, und da ein Jahr später wegen der Umstellung auf ungerade Austragungsjahre gleich der nächste Afrikacup stattfindet, wird man das aktuelle Turnier vielleicht nicht jahrzehntelang in Erinnerung behalten. Es sei denn, einer der verbliebenen Favoriten wächst so richtig über sich hinaus.

Als Turniersieger kommen meiner Meinung nach vier Teams in Frage. Die Elfenbeinküste hat den ausgeglichensten und hochwertigsten Kader, hat aber in der Vergangenheit selten sein Potenzial bei Turnieren voll ausschöpfen können, und die aktuelle Form mancher Leistungsträger spricht auch nicht für Les Élephants. Ghana leidet unter der Abwesenheit von Kevin-Prince Boateng, muss aber dennoch zum engsten Favoritenkreis zählen. Senegal reist mit der eindeutig besten Sturmreihe an, die beiden Newcastle United-Angreifer Demba Ba und Papiss Demba Cissé wären allein schon genug, werden aber auch noch von Moussa Sow und Mamadou Niang unterstützt, hinten sorgt Souleymane Diawara für Stabilität. Sicher kein Außenseiter mehr. Wenn ich mich auf einen Tipp festlegen sollte, würde ich aber Marokko nennen, das von Eric Gerets sehr gut eingestellt worden ist und anders als etwa die Elfenbeinküste oder Ghana mit Spielern anreist, deren Saisonhöhepunkt das Turnier ist.“

Andreas Wiese (afrika-cup.de): „Ich denke, dass große Überraschungen ausbleiben und im Halbfinale die vier Topteams Elfenbeinküste, Ghana, Senegal und Marokko stehen werden. Wer am Ende das Rennen macht, wird von Kleinigkeiten abhängen, aber ich tippe auf den Senegal. Mit der überragenden Offensive wird man sich gegen die anderen Teams durchsetzen. Marokko ist noch nicht ganz so weit, Ghana hat einige Ausfälle zu kompensieren und die Elfenbeinküste wird wieder knapp scheitern. Auf jeden Fall dürfen wir gespannt sein, wer die Nachfolge von Ägypten antritt und sich zumindest für ein Jahr König von Afrika nennen kann. Auf ein spannendes Turnier!“