CAF Afrika Cup

Moses schießt Super Eagles ins Viertelfinale

79 Minuten lang sah es so aus, als ob die Fairplay-Tabelle entscheiden würde, wer in der Gruppe C ins Viertelfinale einziehen würde. Doch Victor Moses vom FC Chelsea wurde zweimal gelegt und schoss Nigeria ins Viertelfinale.

Victor Moses (Quelle: imago)Es brauchte lange, bis Nigeria den Kopf aus der Schlinge zog und sich den zweiten Tabellenplatz der Gruppe C sichern konnte. Zuvor sah es nach einer kuriosen Konstellation aus. Wären die beiden Partien 0:0 ausgegangen, dann wäre Burkina Faso zwar auch als Erster qualifiziert gewesen, aber der Kampf um den zweiten Platz hätte aufgrund der Fairness-Tabelle entschieden werden müssen. Sambia und Nigeria hatten im direkten Vergleich remis gespielt und exakt die gleiche Tordifferenz.

Es waren dann aber nicht die Gelben Karten (Nigeria lag in dieser Wertung hinten), sondern ein Elfmeter, der das Spiel entschied. Alula Girma hatte Victor Moses gefoult und der Super Eagle verwandelte cool. Wenig später wurde es dann doch noch kurios. Der erste Keeper von Äthiopien war bereits im Spiel gegen Sambia vom Platz geflogen. Nun sorgte auch Sisay Bancha dafür, dass er zum Duschen gehen durfte. Der Torhüter der Ostafrikaner foulte ebenfalls Victor Moses, und da er schon Gelb hatte, musste er vom Platz.

Äthiopien und die Harakiri-Keeper

Äthiopien verlor also den zweiten Keeper und Victor Moses, der in der Jugend noch für England spielte, erzielte sein zweites Elfmetertor. Da die Ostafrikaner ihr Wechselkontingent bereits erschöpft hatten, musste mit Addis Hintsa ein Feldspieler ins Tor. Es blieb beim 2:0 für Nigeria. Der Titelverteidiger Sambia schied durch das 0:0 gegen Burkina Faso aus und ist damit erst der zweite amtierende Afrika-Cup-Sieger, der in der Gruppenphase scheitert. 1990 war Algerien Cup-Sieger und schied zwei Jahre später bereits in der Gruppenphase aus.

Burkina Faso wird nun gegen Togo oder Tunesien antreten müssen, wobei das verletzungsbedingte Ausscheiden von Alain Traoré ein Wermutstropfen ist. Dennoch ist es das erste Weiterkommen von Burkina Faso auf fremdem Boden im Rahmen des Afrika-Cups. Das Viertelfinale der Super Eagles wird zum Knallerspiel: Elfenbeinküste gegen Nigeria, denn…

Do or Die: Togo und Tunesien kämpfen um Platz zwei

In der Gruppe D steht der Gruppensieger schon fest. Die Elfenbeinküste steigerte sich im Turnier und ist vor dem letzten Spiel nicht mehr von
Platz eins zu verdrängen. Nach einem Last-Minute-Sieg gegen Togo (2:1) konnten die Elefanten Tunesien mit 3:0 besiegen. Durch den direkten Vergleich könnte sich das Team von Sabri Lamouchi im letzten Spiel gegen Algerien auch eine Niederlage erlauben. Es geht also nur noch um den zweiten Platz in der Gruppe und im direkten Duell stehen sich die Anwärter Togo und Tunesien gegenüber.

Da Togo die bessere Tordifferenz aufweist, würde den Sperbern ein Remis reichen. Togo-Coach Didier Six will allerdings nicht auf Unentschieden spielen. „Ich habe nicht das Team, das Defensivfußball spielen kann. Wir brauchen zwar mathematisch nur einen Punkt, aber so funktioniert Fußball nicht. Wir werden auf Sieg spielen“, so der Franzose laut BBC. Ein Weiterkommen in der schwierigen Gruppe wäre ein Erfolg für das westafrikanische Land, das beim Afrika-Cup noch nie über Runde eins hinauskam. „Dies ist die Todesgruppe und wir haben eine große Chance, weiter zu kommen. Das ist ein besonderer Tag für Togo“, ist sich Coach Six bewusst.