CAF Afrika Cup

Nigeria wirft Elfenbeinküste raus

Der Favorit auf den Turniersieg ist ausgeschieden. Die Elfenbeinküste unterlag Nigeria mit 1:2. Der Mann des (Sonn-)Tages war Sunday Mba für die Super Eagles. Jonathan Pitroipa köpfte Burkina Faso ins Halbfinale.

Man hätte es auch das Treffen der Ex-Chelsea-Spieler gegen die aktuellen Chelsea-Spieler nennen können. Die aktuellen Chelsea-Stars John Obi Mikel und Victor Moses auf Seiten der Nigerianer, die ehemaligen Stars des Champions League-Siegers Didier Drogba und Salomon Kalou auf der anderen Seite. Matchwinner war allerdings ein Spieler des Clubs Enugu Rangers. Sein Name? Sunday Mba!

Die Elfenbeinküste ging als Favorit ins Spiel. Die erste Chance hatten aber die Super Eagles. Victor Moses prüfte Boubacar Barry im Tor der Ivorer mit einem Schuss aus 20 Metern (11.). Auch die zweite Großchance hatten die Nigerianer. Emmanuel Emenike verschoss aus sieben Metern kläglich (27.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff drosch Emenike dann einen Freistoß aus 26 Metern mit viel Wucht ins Tor. Allerdings mitten ins Tor, wo Keeper Barry eine äußerst unglückliche Figur abgab (43.).

Sunday-Schuss entscheidet das Spiel

Kurz nach der Pause holte Didier Drogba einen Freistoß heraus, führte selbst aus und Cheik Tioté köpfte in der Mitte des Strafraumes unbehindert ein (51.). Die Elfenbeinküste nahm nun mehr am Spiel Teil, beide Seiten kamen zu guten Möglichkeiten. Für die Entscheidung sorgte ein Sonntagsschuss. In der 77. Minuten konnte Sunday Mba (Enugu Rangers) mit einer Bogenlampe aus 17 Metern das 2:1 erzielen.

Das beste afrikanische Team laut Fifa-Weltrangsliste ist somit erneut frühzeitig ausgeschieden. Die Goldene Generation um Didier Drogba muss wohl endgültig in silberne Generation umbenannt werden. 2006 und 2012 hatten die Elefanten das Finale des Afrika Cups jeweils im Elfmeterschießen verloren, 2008 unterlag man im kleinen Finale gegen Ghana und wurde nur Vierter. Den letzten Titel konnten die Elefanten 1992 einstreichen.

Kopfballgott Pitroipa

Vor dem letzten Viertelfinalspiel zwischen Burkina Faso und Togo stand nicht der Fußball im Mittelpunkt, sondern der Rasen war das große Thema. „Eine Mischung aus Sandkasten und Bowling Bahn“, beschrieb ein Zuschauer das Geläuf des Mbombela Stadion von Nelspruit. Ein anderer Kommentar lautete: „Da spielen sie sonst Beachsoccer!“

Auch Togos Star Emmanuel Adebayor war sauer: „Man kann auf einem solchen Rasen doch nicht spielen. Es ist eine Schande für unseren Kontinent, das können wir besser.“ Es wurde dann aber doch angepfiffen und beide Mannschaften kamen mit den schwierigen Platzverhältnissen überraschend gut zu Recht.

Nach einer guten Anfangsphase von Burkina Faso hatte Togo die Chance in Führung zu gehen, doch Floyd Ayité vergab aus sieben Metern (17.). Burkina Faso machte insgesamt den besseren Eindruck in Hälfte eins.

In der zweiten Hälfte spielten beide Teams, als wären sie mit einem Remis zufrieden. Erst gegen Ende der Spielzeit gab es Aufregung auf beiden Seiten. Zwei elfmeterreife Situationen; Erst das Foul an Nakoulma, dann wurde Adebayor gefoult, spielte aber weiter. Da jeweils beide Seiten einen Nachteil hinzunehmen hatten, stand es auch hier unentschieden. Es ging in die Verlängerung, wo ein Bekannter aus der Bundesliga zum Helden wurde.

Jonathan Pitroipa war einst für den HSV und den SC Freiburg aktiv. Mittlerweile spielt er bei Rennes (Ligue 1/Frankreich). Der 1,76 Meter-Mann köpfte eine Ecke schulmäßig unter die Latte. Das 1:0 in der 105. Minute war nicht unverdient und Burkina Faso stand im Halbfinale.

Im Halbfinale des Afrika Cups treffen nun am Mittwoch Mali und Nigeria (16:00 Durban) sowie Burkina Faso und Ghana (19:30 Nelspruit) aufeinander. Das Turnier ist nun endgültig zur Westafrika-Meisterschaft geworden. Die Teams aus Nord-, Süd oder Ostafrika sind mittlerweile ausgeschieden.